

Gruppe 1
Der Sachstandsbericht der Hauptabteilung XX/AG RV des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) (S. 16-18) und Gespräche des Rates des Stadtbezirks mit Silke Spahr und Ilona Seeber (S.14; 15;33; 43, 44; 45) thematisierten wiederholt die unklare Einkommenssituation der beiden Frauen. Während die Frauen die Kündigung bei der Zeitung „Neues Deutschland“ als „Berufsverbot“ bezeichneten, notierten MfS und Rat des Stadtbezirks ausführlich, welche Arbeitsplätze den Frauen angeboten worden seien.
Erarbeiten Sie Pro und Contra der jeweiligen Auffassungen und nehmen Sie zu beiden Positionen Stellung.
Gruppe 2
Fassen Sie zusammen, auf welche Art und Weise und an wen Silke Spahr und Ilona Seeber ihre Ausreiseanträge richteten (S. 6-9; 10, 11; 16-18) und wie ihnen die Ablehnung ihrer Anträge mitgeteilt wurde.
Interpretieren Sie den Umstand, dass Anträge auf Ausreise aus der DDR nicht mit einem klar strukturierten Formblatt geregelt wurden.
Gruppe 3
Mindestens für Institutionen der DDR – Post, Arbeitsamt, Rat des Stadtbezirks, Polizei und Ministerium für Staatssicherheit (Mf) – waren in den Fall der beiden Frauen und ihrer Ausreiseanträge involviert.
Bewerten Sie die Tatsache, dass alle Institutionen ihre Erkenntnisse dem MfS mitteilten und lassen Sie aktuelle Überlegungen in Ihre Einschätzung einfließen: Ist es angemessen, dass eine polizeiliche Behörde alle Erkenntnisse sammelt, um gegen Verdächtige vorzugehen?
Gruppe 4
Silke Spahr und Ilona Seeber stellten 1976 Ausreiseanträge und wurden daraufhin vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) überwacht. Welche Überwachungsmethoden können Sie aus den Dokumenten heraus identifizieren? Achten Sie auf Jahreszahlen, die zu einzelnen Erkenntnissen und Überwachungen genannt sind und spekulieren Sie über das Zustandekommen der Informationen.
Gruppe 5
Obwohl bereits der erste Ausreiseantrag von Silke Spahr und Ilona Seeber 1976 abgelehnt worden war, schreiben sie weitere Anträge. Lesen Sie den Vermerk vom Rat des Stadtbezirks vom 8.2.1977 über den Besuch beider Frauen (S. 15).
Sehen Sie anschließend den Kurzen Film der Deutschen Welle über die Beiden Frauen „Zwei Frauen im Visier der Stasi“
Skizzieren Sie die Wahrnehmung der Frauen im Rückblick auf die Ereignisse.
Überlegen Sie, wie Historikerinnen und Historiker aus diesen vorliegenden Quellen und Zeugnissen eine „historische Wahrheit“ formulieren können.
Broschüre, Aufgaben und Dokumente entnommen aus dem Bundesarchiv Stasi-Unterlagen-Archiv
und „Einblick ins Geheime“, Ausstellung zum Stasi-Unterlagen-Archiv

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