Lösungen der 1. Aufgaben zur Konterrevolution

Antwort zu Aufgabe 1

Das ist weitgehend in der Bearbeitung und den Nachbemerkungen zu diesem Dokument erledigt

Hier nochmal die Forderungen:

 

  • offene und wirklichkeitsnahe Diskussionen über die allgemeine Unzufriedenheit in der DDR

  • kritische Einwände von Bürgerinnen und Bürgern der DDR zu berücksichtigen und zum Wohle aller in erkennbaren Veränderungen wirksam werden zu lassen

  • Änderung der Medienpolitik

  • besserer Umgang der Behörden mit den Bürgerinnen und Bürgern Reisemöglichkeiten in alle Länder

  • ehemaligen Bürgerinnen und Bürgern der DDR, die in ein anderes Land übergesiedelt sind die Rückkehr zu ermöglichen.  (Zu dieser Thematik siehe Schwesterblog „Aufnahmeheim Röntgental“. P.R.)

Die aufgelisteten Forderungen klingen vernünftig, denn es geht da tatsächlich um Defizite in der DDR.

 

Antwort zu Aufgabe 2

Werner Leich hatte als Vertreter der Evangelischen Kirchen in der DDR an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger der DDR appelliert.

Er warnte vor der Illusion vom besseren Leben in der BRD. Außerdem zeigte er auf, welche Lücken der Weggang von vielen Bürgerinnen und Bürgern gerissen hatte. So z.B. im Gesundheitswesen und in der Wirtschaft.

Werner Leich appellierte an das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen nicht nur für sein eigenes Leben, sondern für das Leben der Gemeinschaft.

Um den Frieden zu wahren und des geordneten Miteinanders von verschiedenen Staaten, hatte er die Botschaftsbesetzungen und die Massenflucht über Ungarn nicht gutgeheißen.

Er appellierte in der heimatlichen Gemeinschaft zu bleiben und die DDR nicht zu verlassen und erklärte außerdem, dass alle an ihrem Platz wichtig sind.

Werner Leich hatte geschrieben, dass die Kirche ihre Aufgabe darin sieht, in der Gesellschaft der DDR zu wirken und hatte die Menschen gelobt, die keinen Antrag auf Entlassung aus der Staatsbürgerschaft der DDR (Ausreisantrag) mehr stellen wollten.

Er hatte auch geschrieben, dass die Mitarbeit aller gefragt ist, unter den Defiziten der DDR leiden und Veränderungen anstreben. (Na ja, das ist „Wischi-Waschi“. Ging es um die Hilfe von Ungerechtigkeit Betroffenen oder um Konterrevolution? Außerdem hielt sich die Kirche ein „Hintertürchen“ offen, um flexibel reagieren zu können, egal was kommt.)

Siehe Bearbeitung des Dokuments

 

Antwort zur Aufgabe

Entnommen aus dem Abkürzungsverzeichnis der Broschüre, wie in der Aufgabe vorgegeben.

„Oberstes Führungsorgan im Bezirk zur Leitung der Verteidigungsmaßnahmen im Kriegsfall und in Krisensituationen. Der BEL gehörten u.a. die Chefs von Staatssicherheit, Polizei und Militär im Bezirk an. Vorsitzender war der Chef der SED-Bezirksleitung. Die BEL unterstand dem vom SED-Generalsekretär geführten Nationalen Verteidigungsrat, der die Mobilmachung anordnen und den Ausnahmezustand verhängen konnte.“

Was gibt es da zu diskutieren? Jeder Staat trifft Maßnahmen in Kriegs- und Krisensituationen. Wir kennen das ja noch aus der Corona-Zeit. Heute wissen wir, dass die Maßnahmen überzogen waren. Doch da findet keine Aufarbeitung statt. Wenn es echte Krisen oder gar Kriegssituationen gibt, hat jeder Staat entsprechende Maßnahmen in der Reserve. In der DDR war das natürlich auch angedacht. Doch letztendlich war die Staatsmacht nicht in der Lage diese durchzusetzen. Erich Honecker war durch seine Krankheit zu lange handlungsunfähig. Als er wieder handlungsfähig war, war die Konterrevolution bereits zu weit fortgeschritten und er musste zurücktreten.

 

Broschüre entnommen vom Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv

1. Aufgaben zur Konterrevolution

 

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2 Antworten zu „Lösungen der 1. Aufgaben zur Konterrevolution“

  1. Avatar von Gamma Hans

    Sehr geehrte Frau Reichel,

    vielen Dank für Ihre erneute Rückmeldung, obwohl Sie die Korrespondenz ursprünglich als wenig zielführend eingeschätzt hatten. Das zeigt zumindest, dass Ihnen das Thema wichtig ist – und das kann ich nachvollziehen.

    Sie sprechen einen Punkt an, der tatsächlich ernst genommen werden sollte: staatliche oder indirekte Eingriffe in die wirtschaftliche Existenz von Journalistinnen und Journalisten oder politisch aktiven Personen. Maßnahmen wie Kontosperren oder finanzielle Sanktionen können, wenn sie ungerechtfertigt oder unverhältnismäßig erfolgen, erhebliche Auswirkungen auf die persönliche Freiheit und die demokratische Kultur haben. Insofern ist es legitim, solche Fälle kritisch zu betrachten und öffentlich zu diskutieren.

    Gleichzeitig halte ich es für wichtig, hier differenziert zu bleiben. Einzelne Fälle – wie der von Ihnen verlinkte – lassen sich nicht ohne Weiteres verallgemeinern oder als Beleg für eine umfassende „Repression“ im heutigen Staatssystem heranziehen. In einem funktionierenden Rechtsstaat unterliegen solche Maßnahmen rechtlichen Verfahren, gerichtlicher Überprüfung und – zumindest im Grundsatz – rechtsstaatlichen Prinzipien. Ob diese im Einzelfall ausreichend gewahrt sind, muss konkret geprüft werden, nicht pauschal angenommen.

    Ihr persönlicher Hinweis auf Ihr eigenes Gerichtsverfahren ist nachvollziehbar und sicherlich prägend. Allerdings würde ich daraus nicht den Schluss ziehen, dass das Ergebnis primär vom „Glück“ abhängt, einen guten Richter zu haben. Vielmehr ist die Unabhängigkeit der Justiz gerade darauf ausgelegt, solche Verfahren fair und auf Basis von Recht und Gesetz zu entscheiden – auch wenn das Vertrauen darin individuell unterschiedlich ausgeprägt sein mag.

    Was mir in Ihrer Darstellung fehlt, ist die Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und den rechtlichen Grenzen, die in jedem demokratischen Staat existieren. Diese Grenzen sind nicht automatisch Ausdruck von Repression, sondern sollen auch den Schutz anderer Rechte gewährleisten. Die Herausforderung besteht darin, diese Balance immer wieder kritisch zu überprüfen – ohne vorschnell zu verallgemeinern.

    Ich denke, eine sachliche und differenzierte Diskussion bringt uns hier weiter als zugespitzte Vergleiche oder pauschale Bewertungen. In diesem Sinne danke ich Ihnen für den Austausch, auch wenn wir möglicherweise zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Gamma

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